Neuer Wald soll entstehen: Aktion Einheitsbuddeln mit dem fünften Jahrgang des Sophie-Scholl-Gymnasiums

Es ist noch früh am Morgen, als sich Schüler des fünften Jahrgangs des Sophie-Scholl-Gymnasiums (SSG) mit Spaten, Eimern und Schubkarren auf den Weg zum Einheitsbuddeln machten. Ihr Ziel: Eine von der Familie Wiese zur Wiederaufforstung bereit gestellte Fläche zwischen Heiligenstedten und Oldendorf. Abseits der Straße, eingerahmt von Feldern, soll dort neuer Wald entstehen, an dem sich künftige Generationen erfreuen können. „Unsere Ziel, als Schule klimaneutral zu werden, kommen wir wieder um viele Bäume näher“, freute sich Martin Ludwigh von der Aktionsgruppe Wald des „Sophie’s Energy Teams“.

Gemeinsam mit Schulleiterin Magdalena Diodati hieß der SSG-Lehrer und Kreisfachberater für Umwelt und Natur unter den rund 200 Schülern, Eltern und Sponsoren auch Landrat Torsten Wendt zum Einheitsbuddeln willkommen. „Der Tag der deutschen Einheit verbindet heute zwei gute Zwecke – zum einen entsteht hier bei der Aktion Einheitsbuddeln eine Gemeinschaft, zum Anderen widmen wir uns alle einem ökologischen Thema“, sagte Wendt. Er griff selbst zum Spaten, um eine deutsche Eiche zu pflanzen.

Dass der deutsche Wald, insbesondere nach den vergangenen Dürrejahren erheblich unter Druck geraten sei, unterstrich Ludwigh, Initiator der Aktion zum „Tag der deutschen Einheit“. „Dem wollen wir heute mit der Pflanzung von 124 vornehmlich heimischer Laubgehölze entgegen wirken.“ Und weil der Schule ihr Ziel so wichtig sei, solle die Pflanz-Aktion zur Tradition werden. „Jedes Jahr sollen Schüler und Klassenlehrer des fünften Jahrgangs hier ihr eigenes SSG-Bäumchen pflanzen“, sagte Ludwigh. So könne der neue Pflanzort immer wieder von den Klassen besucht werden, um zu sehen, wie die SSG-Bäumchen wachsen und gedeihen. Zudem ergeben sich aufgrund der naturnahen Lage eine Vielzahl von Nutzungsmöglichkeiten, wie Exkursionen für den Biologieunterricht. Dank richtete Ludwigh Helfer und Sponsoren, die diese Pflanz-Aktion ermöglicht hätten.

(Kristina Mehlert, Norddeutsche Rundschau vom 5. Oktober 2020)