Erstmals sind 29 Schülerinnen und Schüler sowie 5 Lehrkräfte aus Griechenland am Sophie-Scholl-Gymnasium zu Gast.

Eine Begrüßung auf Altgriechisch – kein Problem für Markus Müller. Dann wechselte der Bürgervorsteher doch lieber ins Englische, um 29 Schüler und fünf Lehrer aus Griechenland willkommen zu heißen. Erstmals sind sie am Sophie-Scholl-Gymnasium zu Gast.

Seit langem unterhält das SSG intensive Kontakte nach Frankreich und Polen mit gegenseitigen Besuchen und Praktika. Die neue Kooperation stellten SSG-Lehrer Christian Kollinger und seine griechische Kollegin Lena Apostolidou auf die Beine. Die Acht- und Neuntklässler aus Thessaloniki haben Deutsch als zweite Fremdsprache, vom SSG sind die Lateinschüler der achten Klasse dabei.

Mit dem Programm „Erasmus+“ sollten noch mehr Schüler die Möglichkeit erhalten, ihre eigenen Vorstellungen von Europa durch persönliche Kontakte und Begegnungen zu erweitern, sagt Kollinger. Vielfältige Unterstützung zeige, „dass das Projekt von der ganzen Schule mitgetragen wird“. Ein Jahr läuft es, doch es solle der Start für eine langfristige Kooperation sein.

Die griechischen Gäste erkunden die Schule, Stadt und Umland. Insbesondere steht die gemeinsame Projektarbeit im Mittelpunkt: In Gruppen beschäftigen sich die Schüler mit den Themen „Widerstand der Weißen Rose“ oder „Europäische Werte“. „Die Ideen sowie Präsentationen werden auf einem im März stattfindenden Wiedersehen in Thessaloniki präsentiert“, schildert Kollinger. Bevor es für die Besucher am Dienstag wieder in den Süden geht, stehen für sie ein ganztägiger Ausflug nach Hamburg, eine Filmnacht sowie Unterricht am SSG auf dem Programm.

(Kristina Mehlert, Norddeutsche Rundschau vom 6. Februar 2020)