Befürworter und Kritiker treffen vor wahlberechtigten Schülern aufeinander

ITZEHOE Am 26. September ist Bundestagswahl – und der Bürgerentscheid zum Projekt Neue Störschleife. Bei der kommunalpolitischen Entscheidung dürfen auch 16- und 17-Jährige abstimmen. Sie werden mit Aktionen an mehreren Schulen informiert.
„Kontroverse Diskussionsrunden sind ein wichtiger Bestandteil“, sagt Sönke Zankel, Kreisfachberater für kulturelle Bildung. Am Sophie-Scholl-Gymnasium, an der Kaiser-Karl-Schule und am Regionalen Berufsbildungszentrum diskutieren Befürworter und Gegner des Projektes. Beim Auftakt vor den Elftklässlern des SSG am Dienstag, 31. August, sind dies ein Vertreter des Vereins Störauf und Rainer Lutz von der Dafi.
„So haben die Schüler eine sehr gute Möglichkeit, sich ein eigenes Urteil zu bilden“, sagt Christian Jansen vom SSG. Hans Christian Schürmann, Lehrer an der KKS, sieht es ähnlich: „Für unsere Oberstufe bietet sich durch die Podiumsdiskussion eine wunderbare Möglichkeit, stadtgeographische Prozesse und lokalpolitische Entscheidungen zu verstehen, einzuordnen und sich eine fundierte Meinung zu bilden.“ Jansen ist einer der Initiatoren und realisiert mit seinen Schülern am SSG auch Kunstprojekte zum Thema. So haben die Schüler die Möglichkeit, Werbeplakate für oder gegen das Projekt zu entwerfen.
In leer stehenden Geschäftsräumen in der Innenstadt sollen die besten Bilder ausgestellt werden. So werde zugleich Leben in die Innenstadt gebracht, sind sich Jansen und Zankel einig.

shz

( Norddeutsche Rundschau vom 27. August 2021)