Anlässlich des 50. Geburtstags hatte das Sophie-Scholl-Gymnasium den Neffen der Widerstandskämpferin eingeladen. Thomas Hartnagel mahnte, der Name der Schule sei Verpflichtung.

Musikalisch begleitet von Chören, der Big-Band und dem Schulorchester folgten Reden und eine Videobotschaft der Bildungsministerin, Karin Prien, die dem Gymnasium zum Jubiläum gratulierte.

Die ehemalige Schulleiterin Angelika Hartmann wagte einen kritischen Blick in die Zeit, als ihre Aufgabe zumeist das Umsetzen von Vorgaben aus Kiel war, die Schule sich als lärmende Dauerbaustelle präsentierte und die Qualität des Unterrichts nur dank engagierter Lehrer und Eltern erhalten blieb.

Katrin Wiese, 1969 erste Schülersprecherin der damals noch als Kreisgymnasium bekannten Schule, gab einen amüsanten Einblick in den damaligen Alltag. Besonders die offene Umgangsweise und der „junge Schulkörper“ hätten ihr gefallen. Dem stimmte Olaf Kath, Vertreter des ersten Abiturjahrgangs, zu. Er habe sich besonders auf die Mädchen der Schule gefreut. Damals begann man gerade erst, Jungen und Mädchen gemeinsam zu unterrichten. Manch Anekdote rief Lacher hervor– beispielsweise wie er und seine Mitschüler beim Abi versuchten, den mit Lochkarten betriebenen Olivetti-P1.1-Computer zu überlisten.

(ajw / Ruff, Norddeutsche Rundschau vom 16. August 2019)