Politiker, Organisationen und eine Gruppe des Sophie-Scholl-Gymnasiums legten Kränze am Mahnmal nieder.

Etwa 200 Menschen kamen zur Gedenkveranstaltung am Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus. Hauptredner war Ministerpräsident Daniel Günther. „Wer die Demokratie schützen und stärken will, der muss die Erinnerung wach halten“, lautet die zentrale Botschaft der Rede von Daniel Günther. […]

Das Itzehoer Mahnmal geht zurück auf eine Initiative von Gyula Trebitsch, den späteren Filmproduzenten und Gründer des Studio Hamburg. Der ungarische Jude überlebte die Nazigräuel im KZ mit Zwangsarbeit und Todesmarsch knapp und kam nach Kriegsende nach Itzehoe. […]

„Es ist eigentlich unfassbar, dass der junge Gyula Trebitsch überhaupt hier in Deutschland geblieben ist“, sagte der Ministerpräsident. Trebitsch’ Sohn Markus hatte dafür eine einfache Erklärung: „Es war die Liebe zu unserer Mutter.“ Er zeigte sich tief beeindruckt von der großen Teilnehmerzahl. „Ich hätte es mir nicht vorgestellt, dass hier heute so viele kommen“, sagte Markus Trebitsch: „Dafür verneige ich mich.“

(Andreas Olbertz, Norddeutsche Rundschau vom 27. Januar 2020)

 

Auch Schülerinnen und Schüler des Sophie-Scholl-Gymnasius haben am Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Itzehoe einen Kranz niedergelegt.