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Abitur 2011
Abitur 2011
Die "Versuchskaninchen" sind durch. So bezeichneten Theresa Wong und Jana Möller sich und ihre Mitabiturienten am Sophie-Scholl-Gymnasium. Als erster Jahrgang mit Profil oberstufe bekamen sie gestern ihr Abiturzeugnis.

Nach den schriftlichen Prüfungen mussten noch 34 Schüler bangen. Am Ende bestanden 74 von 79 Schülern. In den Jahren zuvor hätten sie unter den Veränderungen "massiv gelitten", sich aber flexibel gezeigt, stellte Schulleiterin Angelika Hartmann fest. Die Wege zum Abitur seien anders gewesen, die Leistungen aber genau so gut. "Das Experiment ist in schulischer Hinsicht gescheitert", sagte Theresa Wong. Aber es habe den Zusammenhalt im Jahrgang gefördert, die Schüler toleranter, offener und reifer gemacht.

Gar als Indiz für globales Denken sah Klaus Moritz, Vorsitzender des Schul elternbeirats, das Abi-Motto "Abios Amigos - 13 Jahre Siesta und jetzt Fiesta". Moritz wies die Abiturienten auf ihre Aufgabe hin, die Welt im Kleinen und vielleicht im Großen zu verändern.

Dafür sei eine optimistische Lebenseinstellung wichtiger als die Abi-Note, sagte Jan-Philip Horns aus Lehrersicht. Die Schüler müssten die Möglichkeiten der Welt mit ihren Fähigkeiten in Einklang bringen - und dafür müssten sie diesen vertrauen. "Im Regelfall kommt es auf den Menschen hinter der Note an", sagte Horns. Sein Wunsch: "Glücklich sollen Sie werden und reich im Geiste."

Jutta Ohl vom Vorstand des SSG-Fördervereins präsentierte diesen auch als Forum für Ehemalige. Heimat verbundenheit wünschte sich auch der stellvertretende Landrat Dr. Heinz Seppmann: Nach der Aus bildung sollten sich die Abiturienten auf ihre "Bildungswurzeln" besinnen. Steinburg biete "verdammt gute Unternehmungen", so Seppmann. "Wir brauchen Sie!"  
(Norddeutsche Rundschau vom 10.06.2011)