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„Heureka“: Schülerfirma unterstützt Senioren
„Heureka“: Schülerfirma unterstützt Senioren

Es ist nicht leicht, Geschäftsführerin eines Unternehmens zu sein. Das merken jetzt Luisa Martens und Robin Lisa Kulp. Die Neuntklässlerinnen vom Sophie-Scholl-Gymnasium sind verantwortlich für das Unternehmen „Heureka“, das im Rahmen des Wahlpflichtkurses Wirtschaft/Politik gegründet wurde.

19 Schüler nehmen an dem Projekt „Junior“ des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln teil. Wirtschaftliche Zusammenhänge erleben, die Grundprinzipien unternehmerischen Handelns erlernen und sich nebenbei fachliche und soziale Kompetenzen aneignen, darum geht es. „Es ist sehr kompliziert, alles zu planen“, erklärt Robin Lisa Kulp, die mit Luisa Martens den Unterricht vorbereitet und anleitet. „Manchmal fehlt auch der Respekt der Mitschüler. Ansonsten macht es aber tierischen Spaß.“

Im Team sei die Idee für „Heureka“ entstanden, ein Dienstleistungsunternehmen, das Hilfe für Senioren und Seniorenwohnheime anbietet. Schnee schieben, Einkaufen, Singen oder Spielen übernehmen die Schülerinnen und Schüler gerne. Fachlehrer Johannes Schmidt betreut das Projekt: „Es besteht auf jeden Fall Bedarf. Die Resonanz ist sehr positiv.“
Da es sich um ein reales Unternehmen handele, zahlten sich die Schüler auch ein Gehalt. Ein Mindestlohn von 25 Cent pro Stunde sei vorgegeben. Das Geld fließt in eine gemeinsame Kasse und kann am Ende des Schuljahres für einen Ausflug oder Ähnliches eingesetzt werden. Für die verschiedenen Abteilungen der Firma sind Schülergruppen verantwortlich. Die einen schreiben Rechnungen, die nächsten holen Preise für Werbemittel ein. „Man sammelt Erfahrungen, man kennt die Abteilungen und weiß, wie ein Unternehmen funktioniert“, fasst Luisa Martens die positiven Effekte zusammen. Einen ersten Einsatz hatte das Schülerunternehmen bei einem Spielenachmittag im Seniorenwohnheim. Weitere Interessenten werden gesucht.

(Norddeutsche Rundschau vom 18.12.2012)