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Gegen Mobbing – Flyer aus Schülerhand
Gegen Mobbing – Flyer aus Schülerhand

Anfangs wollte keiner das Thema bearbeiten, am Ende wurde es der Renner: Fünf Schülerinnen der achten Klasse des Sophie-Scholl-Gymnasiums haben einen Flyer mit dem Titel „Mobbing“ erstellt.

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Und der ist druckreif, wie Lehrerin Juliane Schaar bestätigt. Das gilt im Wortsinne, denn 1000 Exemplare des Schülerentwurfs wurden jetzt auf Papier gebracht. Sie liegen im Sekretariat aus, für alle zugänglich, ob Täter oder Opfer.

Beide Seiten müssten angesprochen werden, erklärt Janina Schmidt. Den Betroffenen müsse Mut zugesprochen werden. Die Täter dagegen sollten aufgeklärt werden über mögliche Folgen. „So wollen wir dafür sorgen, dass Mobbing erst gar nicht entsteht“, sagt Natascha Ehlers.

Die fünf Schülerinnen haben sich zu Expertinnen für das Thema entwickelt. Intensiv setzten sie sich im Fach Wirtschaft und Politik mit Ursachen, Arten und Folgen des Mobbings auseinander. Ob Cybermobbing oder direkte Wortattacken, die Täter hätten meist selbst Probleme und versuchten, davon abzulenken, so steht es in dem bunt gestalteten Papier. Fotos von Mitschülern und Lehrern, die die Hand zur Abwehr nach vorn strecken, sollen ein Zeichen gegen diese Form der Ausgrenzung setzen. Den Opfern wird geraten, Kontakt zum Vertrauenslehrer zu suchen oder die Nummer gegen Kummer zu wählen. Denn Mobbing kann schwere Folgen haben von Minderwertigkeitskomplexen bis hin zu Selbstmordgedanken.
Am Ende gab Grafiker Michael Herold aus Heiligenstedten dem Design den letzten Schliff. „Es war interessant, zu sehen, wie die profesionelle Gestaltung abläuft“, sagt Leonie Krohn.

(Norddeutsche Rundschau vom 21.02.2013)