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Schüler als findige Unternehmer
Schüler als findige Unternehmer

Uhren, Kinderpartys und Tansania-Hilfe als Geschäftsideen: Drei Firmen am Sophie-Scholl-Gymnasium gegründet.

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Das Thema Wirtschaft realitätsnah und spannend erlebbar machen, Verständnis der sozialen Marktwirtschaft vermitteln, Kernkompetenzen aufbauen und eine Orientierung zur Berufswahl geben – das sind die Ziele des Projekts „Junior“ des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln. In diesem Rahmen sind nun drei Schülerfirmen am Sophie-Scholl-Gymnasium entstanden.

„Das Junior-Projekt ist ein Wahlpflichtkurs der 9. Klasse“, erzählt Johannes Schmidt, Lehrer am SSG. „Die Schüler konnten aus verschiedenen Angeboten auswählen.“ Zehn Schüler von „Overclocked“ („Übertaktet“) bieten Uhren an, die aus recyceltem Material bestehen. Es werden beispielsweise alte Fußbälle oder Schallplatten mit einem Uhrwerk versehen. „Damit können die guten alten Zeiten archiviert werden“, sagen die Initiatoren. „Wir würden auch von den Kunden mitgebrachte Gegenstände umbauen.“ Der Kaufpreis soll bei 10 bis 15 Euro liegen. Felix Kunert, Arik Bartels, Timon Rippert und ihre sieben Mitinhaber sind mit viel Spaß bei der Sache. „Wir haben schon viele Anteilsscheine an unserer Firma verkauft.“ Die gibt es für fünf bis zehn Euro.

„Wir verkaufen gar nichts“, sagen die Mädchen der Schülerfirma „Für Euch“. „Wir bieten Dienstleistungen bei Veranstaltungen in Grundschulen und Kindergärten an, egal ob zu Weihnachten, zu Partys, Klassen- oder Abschlussfesten.“ Die Mädchen wollen diese Feste vorbereiten und begleiten und dabei versuchen, die Wünsche der Kinder umzusetzen. Da die Initiatorinnen vormittags selbst in der Schule sind, stehen sie nur nachmittags zur Verfügung. Bei privaten Veranstaltungen ist ein Einsatz aus versicherungsrechtlichen Gründen nicht möglich. „Die Gruppe ist gut organisiert und strukturiert und hat sogar eine gesponserte einheitliche Dienstkleidung“, erzählt Johannes Schmidt. Am 6. Dezember stellt sich „Für Euch“ auf dem Weihnachtsmarkt vor. Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. .

„Mwangaza“ heißt das Projekt, für das sich die dritte Gruppe entschieden hat – das Kisuaheli-Wort bedeutet „Lichtschein“. Unterstützung gibt Diplom-Kommunikations-Designer Michael Herold aus Heiligenstedten, der seit Jahren in der Partnerarbeit mit Leguruki in Tansania aktiv ist. Mit dem Erwerb von Anteilscheinen zu 10, 25 oder 50 Euro wird die Finanzierung einer Solaranlage an der Secondary-School in Leguruki unterstützt. Die Schule hat keine Stromversorgung. „Mit Solarstrom werden Petroleumlampen nicht mehr benötigt“, erklären die Geschäftsführerinnen Hana Ibrahim und Leonie Krohn. „So können die hohen Kosten für den Einkauf des gesundheitsschädlichen Kerosins eingespart werden.“ Damit werde die Lebensqualität der Schüler nachhaltig verbessert. Die Schülerfirma hat am 7. und 8. Dezember eine Weihnachtshütte in der Innenstadt und ist über Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. zu erreichen.

(Trusch, Norddeutsche Rundschau vom 29. 11. 2013)