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Uhrenbastler, Kinderspaß, Afrikahilfe – erfolgreiche Schülerfirmen am SSG
Uhrenbastler, Kinderspaß, Afrikahilfe – erfolgreiche Schülerfirmen am SSG

Sie bauen und verkaufen besondere Uhren, organisieren Geburtstagspartys und andere Veranstaltungen für Kinder oder engagieren sich für eine Solaranlage für eine Schule in Tansania. So unterschiedlich diese drei Schülerfirmen sind, die jugendlichen Manager sind mit viel Eifer und Idealismus dabei.

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Hinter den Unternehmen, die im vorigen Jahr am Sophie-Scholl-Gymnasium ins Leben gerufen wurden und noch bis Schuljahresende betrieben werden, steckt das Projekt Junior des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln. In einer Zwischenbilanz stellten die Gymnasiasten ihre Arbeit einem Publikum vor, das überwiegend aus Eltern bestand.

„Kunterbunte Feste mit viel Musik, Spiel und Spaß“ organisiere die Firma „Für Euch“, berichteten Anna Höhrmann und Anna Wessel. „Es ist egal, ob es um Geburtstagsfeiern, Mottopartys oder Gruppen- und Klassenfeste geht.“ Finanzielle Unterstützung wird über Anteilsscheine eingeworben. Am Ende des Schuljahres soll das Kapital wohltätigen Zwecken, gemeinsamen Aktivitäten oder weiteren Schulunternehmen zugute kommen.

Anteilsscheine bieten auch Leonie Krohn und Hana Ibrahim an. „Damit unterstützen Sie die Finanzierung einer Solaranlage an der Secondary-School in Leguruki in Tansania“, erklärten die beiden Geschäftsführer der Firma „Mwangaza“. Das Suaheli-Wort bedeutet „Lichtschein“. Der Solarstrom solle Petroleumlampen ersetzen, so die Kosten senken und die Lebensqualität der Schüler verbessern. Mittlerweile haben die Jungunternehmer einen Kassenstand von 1931,46 Euro erreicht.

Arik Bartels und Felix Kunert von der Firma „Overclocked“ (Übertaktet) stellten besondere Uhren vor, die ihr Unternehmen aus recyceltem Material herstellt. Am beliebtesten sind mit einem Uhrwerk versehene alte Schallplatten. „Diese individuellen Uhren sind eine tolle Idee. Sie laufen sehr präzise“, schwärmte Ariks Vater Arne Bartels.
„Diese Schülerfirmen sind eine tolle Aktion“, lobte Sabine Götzinger, deren Tochter bei „Für Euch“ aktiv ist. Auch das Hilfsprojekt für Tansania müsse weiter gefördert werden. Manuela Christiansen sah zwei positive Effekte: Kenntnisse vom Aufbau einer Firma und soziales Engagement. Weil er das Projekt für sinnvoll hält, unterstützt Frank Höhrmann „Für Euch“, wo seine Tochter Anna Geschäftsführerin ist. Das Geschäftsfeld sei noch zu eingeschränkt – „aber das Engagement der Jugendlichen ist erfreulich“.

(et, Trusch, Nordeutsche Rundschau vom 04. 03. 2014)