Herzlich Willkommen am Sophie Scholl Gymnasium Itzehoe
Große unterrichten Kleine: Schul-Kooperation mit Leben gefüllt
Große unterrichten Kleine: Schul-Kooperation mit Leben gefüllt

„Einführung in die Wahrscheinlichkeitsrechnung“ hieß das Thema, das die Klasse 9 a der Wilhelm-Käber-Schule in Hohenlockstedt der Klasse 6 d des Sophie-Scholl-Gymnasiums in einem gemeinsamen Unterrichtsprojekt näherbringen wollte.

„Das hört sich trockener an als es ist“, versprachen die Organisatoren Andrea Mittelmann von der WKS und Jörn Gräbert vom SSG. Die Konrektorin aus Hohenlockstedt trat dann auch gleich den Beweis an mit einem bunten Strauß attraktiver Materialien, mit denen die jungen „Lehrer“ ihren Schülerinnen und Schülern in kleinen Gruppen schnell verständlich machen konnten, wieviel Spaß es macht, sich spielerisch an das Thema heranzutasten. Unterstützt wurden sie dabei von weiteren Lehren aus Hohenlockstedt, Jan-Hendrik Rose und Sebastian Benseler.

Es herrschte eine entspannte Atmosphäre bei der Aktion der Kooperationsschulen. Marie-Charlot Rusch aus der 6 d erklärte, warum: „Ich finde das gut, besser als Mathe-Unterricht.“ Und ihr Mitschüler Sören Buckstöver lobte: „Die Stationen sind witzig und die Leute sind witzig!“ Die gaben das Kompliment zurück. Kristin Blendek aus der 9 a: „Alle waren nett. Als die erste Gruppe reinkam, stürmten alle gleich auf das Glücksrad zu.“ Nach den einzelnen Testserien wurden die Ergebnisse dann in Protokollen festgehalten und anschließend kritisch überprüft.

Andrea Mittelmann erläuterte die Absicht: „Durch Würfeln, Kartenziehen, Münzen werfen oder Glücksraddrehen wird den Schülerinnen und Schülern auf spielerische Weise deutlich, wie die Wahrscheinlichkeitsrechnung funktioniert.“ Die Stationen hatten die Neuntklässler vorbereitet.
Schulleiter Heiko Gauert aus Hohenlockstedt freute sich vor allem über das gute Miteinander der älteren und jüngeren Schüler. „Darin liegt auch ein weiterer, ein sozialer Wert solcher Aktionen“, erklärte er, „nämlich sich gegenseitig zu respektieren.“ Die Konrektorin wies bei dieser Gelegenheit darauf hin, wie sehr die Kooperation der beiden Schulen Jahr für Jahr mit Leben gefüllt werde. So war auch die Planung für diese Aktion bei einem Besuch von WKS-Lehrern im SSG entstanden und dann gemeinsam mit Jörn Gräbert umgesetzt worden. Darüber hinaus gebe es Unterrichtsbesuche von Schülern, gemeinsame Unterrichtsprojekte, Besuche zu Theater- oder Konzertveranstaltungen, eine regelmäßige Oberstufeninformation an der WKS oder gemeinsame Sporttermine. „Damit bereiten wir unsere Schülerinnen und Schüler optimal auf einen eventuellen späteren Übergang in die Oberstufe eines Gymnasiums, einer Gemeinschaftsschule oder am RBZ vor“, betonte Andrea Mittelmann.

(shz, Norddeutsche Rundschau vom 04. 07. 2014)