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Poker- Spaß vor den Ferien
Poker- Spaß vor den Ferien

Erster Turnier am Sophie-Scholl-Gymnasium: Auch eine mathematische Aufgabe für die Teilnehmer.

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Den Einsatz bringen, Bluffen, Pokerface aufsetzen und dann – siegen oder fliegen. Am Sophie-Scholl-Gymnasium (SSG) fand die Premiere der Pokernacht für Mittel- und Oberstufe statt.

Einen Abend lang pokerten 17 Schüler des Mathekurses im 12. Jahrgang mit Gästen beim „Sophie’s Poker Palace“ um den Siegerpokal. Mit Tim Schmidtke und Gustav Venth blufften auch zwei Lehrer an zwei Tischen um die Wette. Das Kartenspiel richteten sie als gemeinschaftliche Arbeit bis in den Abend hinein aus.

Initiiert von Mathelehrer Matthias Dietz, sollte das Spiel mathematischen Grundsätzen entsprechen. „Das Strategiespiel ist nicht nur beliebt, es geht auch darum, durch gezieltes Einschätzen von Wahrscheinlichkeiten für bestimmte Blätter die Chancen zum Gewinnen zu regulieren“, erläuterte Dietz. „Es ist kein Glücksspiel an der Schule, denn es geht nicht um Geld, sondern um die Ehre und einen Pokal.“

Mit der Beteiligung war er relativ zufrieden: „Ich hätte mit mehr Teilnehmern gerechnet, aber kurz vor den Ferien ist das wohl etwas schwierig“, stellte Dietz fest. In Umschlägen standen die fürs Spielen benötigten Chips bereit. Und auf die Kleiderordnung wurde geachtet: „Es sollte keine lange Kleidung getragen werden, damit nicht plötzlich eine Karte aus dem Mantel gezaubert wird.“

Der Großteil beherrschte das Spiel bereits vorher. „Für die anderen haben wir es im Kurs geübt“, so der Initiator. Außerdem wurden Regeln aufgestellt, um die Dauer des Turniers einzuschränken. Es gab etwa nur eine begrenzte Menge an Chips, und jede Viertelstunde wurden die Grundeinsätze erhöht.

Zuversichtlich waren die Teilnehmer, so etwa der ehemalige Schüler Giacomo Basso (19), der gerade seinen Bundesfreiwilligendienst bei den Glückstädter Werkstätten ausübt. „Ich spiele Poker seit sieben Jahren, regelmäßig mit Familie, Freunden und sogar im Internet“, sagte er. „Das ist eine angenehme Runde hier.“ Bis zur ersten Pause war er bereits recht erfolgreich, hatte am Ende sogar einen „Flush“. „Ich rechne mir gute Chancen aus“, meinte er und setzte dabei auf seinen „Erfahrungsvorteil“.

Die überwiegende Zahl der Teilnehmer war weiblich, darunter Karoline Abicht (16) aus dem 11. Jahrgang. Sie hatte zwar kaum noch Chips, weil sie nur einmal gewonnen und dann wieder alle verloren hatte, meinte aber trotzdem: „Das ist total lustig.“ Zu Hause spiele sie mit Familie und Freunden. „Hier kenne ich die Mitspieler weniger, aber man spielt sich schnell ein.“

Als sich die Zahl der Mitspieler dann reduzierte, wurden diese von zwei Tischen an einem zusammengefasst. Schließlich setzte sich nach spannendem Spiel Giacomo Basse als Sieger durch und konnte sich über den Pokal freuen.

Das Turnier soll nicht das letzte gewesen sein: „Fürs nächste Jahr haben wir das nächste Turnier geplant“, kündigte Matthias Dietz schon einmal an. Und das war sicher kein Bluff.

(Hinz, Norddeutsche Rundschau vom 12. 07. 2014)

 

Aktualisierung: Der Sieger des ersten SSG- Pokerturniers am 10. Juli 2014 heißt Giacomo Basso. Er ist ehemaliger SSG- Schüler und setzte sich im Heads Up gegen Anne Richter (Klasse Ei) durch.