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Männer dominieren am SSG
Männer dominieren am SSG

„Das haben wir noch nie gehabt“: Beste Abiturientin kommt erst an elfter Stelle.

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Genau 117 Jugendliche traten an zur Abiturprüfung im Sophie-Scholl-Gymnasium (SSG) – und alle 117 haben bestanden. „Ein besonderer Jahrgang“, sagte auch deshalb SSG-Leiterin Angelika Hartmann gestern bei der Verabschiedung im überfüllten Pädagogischen Zentrum. Denn dass keiner durchfiel, habe es das letzte Mal 2009 gegeben.

Die Besonderheiten gehen weiter. 28 Abiturienten haben in der Abschlussnote eine Eins vor dem Komma stehen, die Besten waren Lucas Walker und Matthis Gördel (jeweils 1,1) sowie Jan-Hendrik Bolten und Lucas Kemmler (jeweils 1,2). Auch danach folgten noch eine Reihe junger Männer, sagte Oberstufenleiter Willy Arbeiter unserer Zeitung: „Erst an elfter Stelle kommen die ersten Mädels – das haben wir noch nie gehabt.“ Insgesamt schafften die 117 Abiturienten eine Durchschnittsnote von 2,5. Das zweitbeste Ergebnis bisher, so Arbeiter.

In der Verabschiedung, die von den Schul-Ensembles Orchester, Bigband und Hardchor musikalisch begleitet wurde, erhielten 20 Schüler Auszeichnungen: für besondere Leistungen, aber auch für Engagement im Sanitätsdienst oder als Schülervertreter.
Insgesamt 510 Prüfungen – 351 schriftlich, 159 mündlich – seien abgenommen worden, sagte Angelika Hartmann und griff das Abiturmotto „Zirkus Abigalli“ auf: Manches unerwartete Ergebnis sei wie durch Zauberei zustande gekommen, teils habe die Prüfung einem akrobatischen Akt geglichen, in wenigen Fällen wäre ein Sicherheitsnetz – mehr Lernen – sinnvoll gewesen. Doch am Ende erhielten alle ihre Gratulationen, unter anderem vom stellvertretenden Landrat Heinz Seppmann – und ihre Zeugnisse. Das dauerte, aber kein Vergleich zum kommenden Jahr: Dann will der Doppeljahrgang mit aktuell 238 Schülern Abitur machen.

(ehrich, Norddeutsche Rundschau vom 27. 06. 2015)