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Erste Stufe auf der Trainer-Leiter
Erste Stufe auf der Trainer-Leiter

Am Itzehoer Sophie-Scholl-Gymnasium legen 17 Schülerinnen und Schüler das Zertifikat als DFB-Juniorcoach ab.

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Dank der Vorhaben-Woche des Itzehoer Sophie-Scholl-Gymnasiums (SSG) gibt es 17 neue DFB-Junior-Coaches. Am Ende einer lehrreichen Woche überreichte Gerd Schröder, stellvertretender Präsident des Schleswig-Holsteinischen Fußball-Verbandes (SHFV), die begehrten Zertifikate an die jungen Nachwuchstrainer zwischen 14 und 18 Jahren. „Ihr seid nicht nur Vorbilder geworden, sondern ihr seid ebenso die Zukunft des Fußballsports“, gratulierte der SHFV-Vize.

Alle Absolventen sind aktive oder ehemalige Kicker (darunter auch fünf Mädchen), die sich an fünf intensiven Tagen die theoretischen und praktischen Grundlagen unter der Anleitung des Referenten und SHFV-Trainers Andreas Heumeier erarbeiteten. Nun haben sie es auch schriftlich, eigenständig Fußball-AG’s an Schulen oder Jugend-Training in Vereinsteams leiten zu dürfen.

Die Initiative dazu hatte die SSG-Sportlehrerin Janine Stein ergriffen. Die 31-Jährige, die außerdem noch die Fächer Französisch und Spanisch unterrichtet, ist selbst begeisterte Fußball-Spielerin und kickte einst in der SH-Liga für den SSC Hagen Ahrensburg. „Der Ansatz ist, Schule und Verein besser zu verknüpfen“, erklärt sie. „Ich würde mich sehr freuen, wenn möglichst viele der Teilnehmer weitere Trainer-Scheine ablegen. Schließlich ist das Ganze ja auf Nachhaltigkeit ausgelegt.“ Mit 40 Stunden – also einem Drittel – wird das Juniorcoach-Zertifikat auf die C-Lizenz angerechnet und auch bei den Kosten wird ein Nachlass gewährt.

Janine Stein ist sehr zufrieden, wie das erstmals in diesem Rahmen angebotene Projekt gelaufen ist: „Es war unheimlich schön zu sehen, wie die Schüler sich schon in dieser einen Woche entwickelt haben und bereits viele Tipps und Hinweise aufgenommen und umgesetzt haben.“

Viele der neuen DFB-Juniorcoaches haben bereits Erfahrungen als Jugendtrainer. So wie Tatjana Nottelmann, die seit Saisonbeginn gemeinsam mit ihrer jüngeren Schwester die G-Jugend des SV Merkur Hademarschen trainiert und betreut. Selbst kickt die 18-Jährige schon seit ihrem sechsten Lebensjahr in einem Fußball-Team. „Ich bin hier schon mit einem gewissen Grundwissen hergekommen. Aber bei diesem Lehrgang haben wir viel mehr Variationsmöglichkeiten erfahren. Gerade bei der G-Jugend, also bei den Fünf- bis Siebenjährigen, ist es ja sinnvoll, das Ganze auf eine sehr spielerische Art zu vermitteln. Das Gleiche gilt für die Aufwärmübungen. Ich freue mich schon auf die neue Saison, um das frisch Gelernte anzuwenden.“

Auch Finn-Erik Huuck hat mit etwa sechs Jahren das Fußball-Spielen begonnen und trainiert bei der SG Osterstedt/Reher/Puls mit der F- und der E-Jugend gleich zwei Nachwuchsteams – da kommen schnell mal vier Trainingseinheiten und zwei Spiele pro Woche zusammen. Der 18-Jährige hat durch seinen eigenen Vater Spaß am Trainer-Job gefunden. „Er hat nicht nur meinen Bruder, sondern auch mich trainiert. Der Lehrgang war für mich in mancherlei Hinsicht hilfreich. Es sind manche Sachen klar geworden, die man so vorher nicht im Blick hatte. Zum Beispiel, dass das beste Konditionstraining immer mit Ball stattfinden sollte. Ich werde sicher auf diesem Weg weitermachen und auf der Trainer-Leiter noch ein paar Stufen hinaufklettern.“

Beide loben die gute Atmosphäre in der Gruppe. Man habe gemeinsam viel Spaß gehabt, habe aber auch stets konzentriert und konstruktiv an der Sache gearbeitet. Das bestätigte letztlich auch Referent Andreas Heumeier: „Mir hat es unheimlich viel Spaß gemacht, mit euch zu arbeiten. Ich habe viele Jahre Erfahrung in diesem Bereich, aber eine so aufmerksame Gruppe hatte ich nicht oft. Auch wenn ihr manchmal den Eindruck hattet: Wieso mault der jetzt noch rum? Das war aber letztlich nur noch Feinjustierung.“

Finanziell und auch mit „manpower“ (zum Beispiel mit dem Angebot eines Bewerbungstrainings) unterstützt wird die Lizenz zum DFB-Juniorcoach von der Commerzbank. Daher ließ es sich auch Ralf Adler, Itzehoer Vertreter des Instituts, nicht nehmen, den erfolgreichen Teilnehmern zu gratulieren und Bälle für die Schule und Starterkits für die Teilnehmer (mit Trillerpfiffe und PC-Stick) zu überreichen. Auch Ausbildungsmöglichkeiten bei seinem Institut ließ er nicht unerwähnt: Schließlich brauche nicht nur der DFB motivierte junge Leute.

(Michael Lemm, Norddeutsche Rundschau vom 16. 07. 2015)