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Eltern sind die besten Job-Ratgeber
Eltern sind die besten Job-Ratgeber

Wie es nach der Schule für den Nachwuchs weitergehen kann, erfahren Mütter und Väter auf der Messe „Parentum“ am 7. November im SSG Itzehoe.

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Na, was möchtest du mal werden? Wenn der Nachwuchs noch im Sandkasten buddelt, kommt die Antwort auf diese Frage wie aus der Pistole geschossen: Feuerwehrmann. Ballerina. Astronaut. Sind die Söhne und Töchter zehn Jahre älter, ist von der Entschlossenheit meistens nicht mehr viel übrig, wenn es um die Berufswahl geht. Zwar können sich die Steinburger Jugendlichen von Praktika über Info-Tage an der Schule bis hin zur Ausbildungsmesse AzubIZ informieren, aber angesichts der großen Auswahl fällt die Entscheidung oft schwer, wie es nach dem Schulabschluss weitergehen soll. Über 16000 Studiengänge und rund 350 Ausbildungsberufe stehen zur Wahl.

Weil arbeiten nicht mehr nur Geld verdienen bedeutet, sondern auch Selbstverwirklichung eine Rolle spielt, sind Eltern mehr denn je gefragt. „Eltern kennen ihre Kinder am besten und sind deshalb die idealen Ansprechpartner in Sachen Berufswahl“, erklärt Eike Schurbohm vom Institut für Talententwicklung (IfT) in Hingstheide. Das Problem: „Die Informationen, die die Schüler auf Ausbildungsmessen erhalten, erreichen die Eltern nicht.“ Deshalb hat das IfT zusammen mit der Bundesagentur für Arbeit eine Infomesse für Eltern auf die Beine gestellt. „Parentum“ heißt der Informationstag für Eltern und Schüler, der vor einem Jahr zum ersten Mal stattfand – und auf große Resonanz traf: „Der Bedarf war riesig“, so Eike Schurbohm. Am Sonnabend, 7. November, geht „Parentum“ in die zweite Runde. Von 10 bis 14 Uhr stehen 22 Aussteller aus der Region in den Räumen des Sophie-Scholl-Gymnasiums den Eltern und Schülern Rede und Antwort. „Viele wissen gar nicht, was die Unternehmen vor Ort für Ausbildungen anbieten. Das Klinikum Itzehoe bildet beispielsweise in 15 Berufen aus, die gar nichts mit Medizin zu tun haben“, so Eike Schurbohm.

„Gut informierte Eltern sind gute Ratgeber“, weiß Kerstin Harms, Beraterin für akademische Berufe bei der Agentur für Arbeit in Itzehoe. Besucher können sich im Vorwege für feste 20-minütige Gesprächstermine anmelden, aber auch spontan vorbeikommen, so Eike Schurbohm. Damit Vater und Mutter zuhause kompetente Tipps geben können, sei ein Update in Sachen Ausbildungsmöglichkeiten sinnvoll, betont Kerstin Harms. Bachelor und Master haben Magister und Diplom abgelöst, Bewerbungen werden heute häufig nicht mehr auf dem Postweg, sondern online verschickt und die Anforderungen an eine Bürokauffrau sind heute andere als noch vor 20 Jahren. „Die Ausbildungsmöglichkeiten unterliegen einem ständigen Wandel“, so Kerstin Harms. Neben Gesprächen mit Ausstellern können sich Eltern auch bei Vorträgen auf den neusten Stand bringen.

Der Bedarf ist da. „Mir wurden schon beim Elternabend reichlich Info-Flyer aus der Hand genommen“, berichtet Jan-Philip Horns, Koordinator für Studium und Berufskoordnierung am SSG. Zwar findet die Veranstaltung an dem Gymnasium statt, „ist aber für Eltern und Schüler aller Schularten.“ Die Veranstaltung in einer Schule umzusetzen, sei ein Vorteil, findet Horns: „Schule ist anderes als eine große Messehalle ein gewohntes Umfeld.“ Und auch der Termin ist bewusst gewählt. Eike Schurbohm: „Am Wochenende haben Vater und Mutter auch Zeit.“

(Kristina Röhrs/röhrs, Norddeutsche Rundschau vom 22. 10. 2015)

 

 


„Parentum“, Sonnabend, 7. November, 10 bis 14 Uhr, am Sophie-Scholl-Gymansium, Itzehoe

Anmeldung zu Gesprächsterminen und Infos zu Vorträgen und den Ausstellern gibt es unter:

www.erfolg-im-beruf.de/parentum-itzehoe.html