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Vom Klassenzimmer ins Parlament
Vom Klassenzimmer ins Parlament

„Das kam unerwartet“, sagt Schülerin Dorothea Müller-Bergh. Die Elftklässler des Sportprofils am Sophie-Scholl-Gymnasium (SSG) haben beim Euroscola-Wettbewerb eine Reise nach Straßburg gewonnen.




Gemeinsam mit den begleitenden Lehrern Martin Ludwigh und Kathrin Rosenkranz-Gluchowski besichtigten sie das Parlament und nahmen dort an verschiedenen Diskussionen und Aktionen teil. Zwei der Schüler durften sogar im Plenarsaal eine Rede halten.

Am Abend vor der großen Rede waren Dorothea Müller-Bergh und Leander Sommer sehr nervös – die letzten zwei Schritte zum Rednerpult steigerten die Aufregung nochmal, erzählt Sommer. Dann hatten die beiden genau eine Minute Zeit, um ihre Schule und ihre Sicht auf Europa wiederzugeben. „Den Plenarsaal in seiner vollen Größe zu sehen, das war überwältigend. Ich empfand ihn als sehr futuristisch und modern“, sagt Sommer.

Zum Wettbewerb reichte das SSG eine Zeitschrift über Europa ein. Neben verschiedenen Artikeln fertigten einzelne Schüler Karikaturen, Kreuzworträtsel und Steckbriefe an. „Themenschwerpunkte waren die Flüchtlingsproblematik, der Brexit und die Beziehungen zwischen Ost und West. Dabei kamen auch Trump, Erdogan und Putin nicht zu kurz“, erklärt Müller-Bergh.

In Straßburg erarbeiteten die SSGler gemeinsam mit Schülern aus ganz Europa verschiedene Konzepte für aktuelle Fragen der Europapolitik. Später wurde abgestimmt, welcher Entwurf umgesetzt werden könnte. „Durch diese Zusammenarbeit konnten wir die Blickweise anderer Länder kennenlernen. Dadurch wurde klar, dass andere Länder auch eine andere Herangehensweise haben“, sagt Dorothea Müller-Bergh.

Über die Lehrpläne hinaus konnten die Schüler über den Tellerrand blicken – und auch in internationalen Gruppen agieren, sagt Direktorin Angelika Hartmann: „Und darum geht es ja bei Europa“.

(lst, Norddeutsche Rundschau vom 31.01.2018)