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Mit der „Moldau“ zu neuen Ufern
Mit der „Moldau“ zu neuen Ufern

Das Schulorchester des Sophie-Scholl-Gymnasiums startet ein neues Projekt - auch Musiker von außen sind herzlich willkommen.




Die Bearbeitung für Schulorchester haben sie schon gespielt. „Alle finden: Das können wir so nicht machen“, sagt Sandra Buschmann. Denn, so die Leiterin, für das Orchester am Sophie-Scholl-Gymnasium ist diese Version der „Moldau“ von Friedrich Smetana inzwischen einfach zu leicht. Der Anspruch ist höher für das besondere Projekt, das in ein Konzert im Mai münden soll.

Es ist die zweite Auflage für ein solches Vorhaben: Vor zwei Jahren spielte das Orchester in der vollen St. Laurentii-Kirche ein buntes Programm unter dem Titel „Aus der Neuen Welt“, in dessen Mittelpunkt Antonin Dvoráks gleichnamige Sinfonie stand. Jetzt also die „Moldau“ – sie steht im Mittelpunkt eines internationalen Programms unter anderem mit Stücken auch aus England, den USA, Peru und Irland. Wie vor zwei Jahren sind weitere Musiker willkommen: „Hörner können wir gut gebrauchen“, sagt Buschmann. Letztlich freut sie sich aber über jedes weitere Instrument: „Für die ‚Moldau‘ kann das Orchester nicht groß genug sein.“

Das Alter spielt keine Rolle, schon jetzt sind neben Schülern Ehemalige, Eltern und Lehrer dabei. Besonderer Anreiz: Vom 14. bis 18. März wird auf Föhr geprobt mit einem Abschlusskonzert in der Wyker Kirche. Das Konzert im Mai soll in St. Martin in Oelixdorf stattfinden. Wer sich nach dem Projekt wieder verabschieden will, kann das tun. Andererseits sagt SSG-Leiterin Angelika Hartmann: „Wenn sie weiterspielen wollen, haben wir nie etwas dagegen gehabt.“

Schüler bleiben ohnehin dabei, für sie sei auch das Weihnachtskonzert eine große Motivation, sagt Buschmann. Viele seien seit der fünften Klasse im Orchester und hätten sich seither sehr verbessert: „Das Orchester hat sich im Niveau immer weiter gesteigert“, so die Leiterin. Manch ein Musiker mache jetzt Abitur, doch es kämen auch „tolle Leute“ nach – und zwar von außen ebenso wie aus der Schule.

Eine Quelle für Nachwuchs sind die Schnupperkurse für Geige und Cello in der offenen Ganztagsschule, eine andere ist die Bläserklasse. Das Vororchester profitiert ebenso wie die Vorgruppe für die Bigband. „Wenn man in so einem Ensemble mitspielt, hat man eine ganz andere Motivation zu üben“, sagt Buschmann. Es sei am SSG musikalisch eine Menge gewachsen, auch bei Smartchor und Hardchor: „Es ist schön, dass wir viele verschiedene Niveaus präsentieren können.“

Das Orchesterprojekt zur „Moldau“ sei etwas Besonderes, das womöglich noch um eine weitere Idee angereichert wird. Angedacht sei ein Konzert für Grundschüler, denn: „Die ‚Moldau‘ ist ein Stück, das in fast jeder Grundschule im Musikunterricht läuft.“

Die Orchesterprobe findet immer montags von 18 bis 20 Uhr im Pädagogischen Zentrum am Lehmwohld statt.


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(Lars Peter Ehrich, Norddeutsche Rundschau vom 06.02.2018)