Herzlich Willkommen am Sophie Scholl Gymnasium Itzehoe
Fachschaft Religion

 

 

„Die Menschen, die auf der Suche sind, sind ungefährlich; die Menschen, die fertige Antworten auf alles parat haben und alles wissen, sind mit Vorsicht zu genießen."

(so sinngemäß Peter Ustinov)

 

 

fachschaft religion

 

Das Fach Religion

 

Warum lebe ich? Woher komme ich? Wohin gehe ich? Hat mein Leben einen Sinn oder bin ich nur ein Produkt des Zufalls? Gibt es so etwas wie Gott oder das Göttliche, d.h. einen umfassenden Sinnzusammenhang, den ich erfahren und zu dem ich mich in Beziehung setzen kann? Was bedeutet dies alles für mein Handeln?

 

Diese Fragen stehen seit jeher im Mittelpunkt des Interesses der Menschen. Diese Fragen stehen auch im Mittelpunkt aller Religionen.

 

Der Religionsunterricht greift diese und viele andere Fragen auf; er stellt Antworten des Christentums und auch der anderen Weltreligionen und Weltanschauungen vor, und er regt die Schülerinnen und Schüler zur Auseinandersetzung mit diesen Themen an. Der Religionsunterricht versteht sich dabei als ein Unterricht, der den Heran-wachsenden hilft auf ihrer Suche nach sich selbst, der also auch dabei hilft, auf derartige existentielle Fragen Antworten zu finden. Insofern ist all das Thema im Religionsunterricht, was den Menschen unbedingt angeht. Die Beschäftigung mit unterschiedlichen Religionen und Weltanschauungen dient aber nicht nur der existentiellen Verortung des jungen Menschen. Vielmehr ist sie auch wichtige Voraussetzung zur Orientierung in der Gegenwart:

- einer Welt, in der einerseits im Kontext gesellschaftlicher Individualisierung und Pluralisierung unterschiedliche religiöse und weltanschauliche Haltungen nebeneinander existieren;

- einer Welt aber auch, in der andererseits weltweit Religionen im Kontext politischer Auseinandersetzungen als Legitimation von Gewalt und Unterdrückung in Anspruch genommen werden.

Hier eine kritische Toleranz und bzw. oder eine Urteilsfähigkeit aufzubauen, das ist ein weiteres zentrales Anliegen dieses Faches.

Nicht zuletzt leistet der Religionsunterricht einen wichtigen Beitrag zur Allgemeinbildung, indem die Schülerinnen und Schüler hier grundlegende Mythen und Symbole unserer Kultur kennen und deuten lernen, ohne die ein tiefergehendes Verständnis von europäischer Kunst und Literatur nicht möglich ist.

 

Folgende Kompetenzen werden im Religionsunterricht über alle Jahrgänge hinweg gefördert:

Es sind Sach- und Methodenkompetenz ebenso wie Sozial- und Selbstkompetenz.

 

Der Religionsunterricht am SSG

 

Der Religionsunterricht wird in fast allen Jahrgängen und im Allgemeinen zweistündig unterrichtet. In der 9. Klasse gibt es keinen Religionsunterricht, in der 8 Klasse wird er einstündig unterrichtet. Religion kann Abiturprüfungsfach sein.

I. Die Themen, die im Unterricht behandelt werden

 

 

Themen, die in der Sekundarstufe I verbindlich zu unterrichten sind: 1. Der Einzelne und die Gemeinschaft; 2. Unsere Welt – unsere Umwelt; 3. Die Frage nach Gott; 4. Lebensgestaltung und Kirche; 5. Anders leben – anders glauben; 6. Auf dem Weg in die Zukunft. (aus: Orientierungshilfe G8 für die Sekundarstufe I, Evangelische Religion, IQSH)

 

 

In der Fachschaft Religion haben wir uns darauf geeinigt, dass folgende Themen von allen dort tätigen KollegInnen zu unterrichten sind: Zeit und Umwelt Jesu mit möglichst vielen neutestamentlichen Geschichten, eine Einführung ins Judentum und in den Islam, Vorstellung einiger wichtiger Persönlichkeiten aus dem Alten Testament, Grundzüge der Geschichte des Volkes Israel, das Kirchenjahr und seine Feste, Martin Luther und die Reformation.

 

Themen, die in der Oberstufe verbindlich zu unterrichten sind: Im 11. Jahrgang geht es darum, sich mit den Texten des Alten und des Neuen Testaments auseinanderzusetzen Im 12. Jahrgang stehen die `Weltreligionen´ und `Grundfragen der Ethik´ verbindlich auf dem Lehrplan.

 

Themen im 13. Jahrgang: In diesem Jahr sind Themen aus mindestens zwei der vier Themenbereiche frei auszuwählen: 1. Die Frage nach Gott; 2. Die Frage nach dem Menschen; 3. Die Frage nach dem richtigen Handeln; 4. Die Frage nach der Religion und den Religionen. Hier kann die Fachlehrkraft mit dem Kurs absprechen, welche Themen zu bearbeiten sind, so dass ganz besonders in diesem Jahr die Interessen der Abiturienten im Zentrum stehen können.

 

II. Bewertungskriterien:

 

Orientierungsstufe: Die jeweilige Halbjahresnote setzt sich zusammen aus Note für die Unterrichtsbeiträge, mindestens einer schriftlichen Wiederholung pro Halbjahr, der Kontrolle und Bewertung des Religionsordners sowie einem auswendig zu lernenden Text (siehe dazu auch Methodencurriculum des SSG)

 

7. und 8. Klasse: Ergänzend zu den Bewertungskriterien der 5. und 6. Klasse kommt das methodische Heranführen der Jugendlichen an die Erarbeitung von Referaten

 

Oberstufe Die Semesternote setzt sich zusammen aus der Klausurnote in Kombination mit der Note für die Unterrichtsbeiträge. Diese zählt 70 Prozent der Gesamtnote und besteht aus den Teilnoten der mündlichen Mitarbeit im Unterricht (darunter z.B.: Referate, Präsentationen, Hausaufgaben u.a.m.). Da sich inzwischen im Fach Religion viele Abiturientinnen und Abiturienten für eine Präsentationsprüfung entscheiden, soll im Rahmen des Oberstufenunterrichts auch in die Präsentationstechniken eingewiesen werden. Die Ergebnisse solcher Übungspräsentationen sollen mindestens einmal im Schuljahr in die Gesamtnote einfließen.

 

Außerschulische Aktivitäten

 

Die Fachschaft Religion bemüht sich um eine enge Zusammenarbeit mit der Ortskirche. So ist es inzwischen Tradition, bereits zur Begrüßung der neuen Fünftklässler am SSG, diese zu einem ökumenischen Einschulungsgottesdienst einzuladen, der von den neuen Sechstklässlern mit einem evangelischen und einem katholischen Geistlichen vorbereitet und gestaltet wird. Im 11. Jahrgang bereiten die Religionskurse einen Reformationsgottesdienst bzw. Buß- und Bettags-Gottesdienst mit einem Pastor vor. Der Gottesdienst wird dann in einer der Kirchen vor Ort mit allen Religionskursen des 11. Jahrgangs am jeweiligen Gedenktag gefeiert. Darüber hinaus ist es üblich, dass die Lehrkräfte mit ihren Klassen bzw. Kursen immer wieder auch `Lernen am anderen Ort´ erlebbar machen: So werden z. B. unterschiedliche Gotteshäuser vorgestellt. In der Orientierungsstufe wird nach Möglichkeit eine evangelische und eine katholische Kirche besucht, darüber hinaus vielleicht auch eine Moschee. In der Oberstufe ist es auch. möglich, ein buddhistisches Zentrum kennenzulernen oder im Rahmen des Themas Ethik an einer Gerichtsverhandlung teilzunehmen, um die diversen im Unterricht behandelten Themen auch im praxisorientierten außerschulischen Bereich erlebbar zu machen. In der Vorhabenwoche haben Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, die Hospiz- Bewegung am Ort oder auch einen Bestatter in Itzehoe zu konsultieren.

 

 

Am Ende eine `offizielle´ Zusammenfassung: „Für das Land Schleswig- Holstein gilt: `Der Religionsunterricht zielt darauf an, dass die Schülerinnen und Schüler Kompetenzen erwerben, die sie befähigen, ihre Fragen zu sinnvoller Lebensgestaltung zu stellen, nach individueller Orientierung zu suchen sowie erste Antworten zu finden.´ Damit ist das Ziel für eine existentiell ausgerichtete Arbeit im Religionsunterricht klar gesteckt".

(aus: Orientierungshilfe für die Sekundarstufe I, Evangelische Religion, IQSH, S. 13)