Herzlich Willkommen am Sophie Scholl Gymnasium Itzehoe
Fahrtenbericht Kroatien

Bericht vom Comenius-Treffen in Varazdin, Kroatien

01. März 2013, etwa 12.00 Uhr: Fünf etwas ermüdet wirkende Teenager sitzen auf dem Boden des Wiener Flughafens. Ein Typ spielt Gitarre, ein Mädchen versucht immer wieder fieberhaft, ihre Mitreisenden mit Süßigkeiten zu versorgen, ein anderes liest für alle Umstehenden deutlich hörbar "Er ist wieder da" - jenes autobiographische Werk eines wieder erwachten Adolf Hitler - vor. Diese etwas abstrus anmutende Situation ist der dreistündigen Verspätung unseres Anschlussflugs nach Zagreb geschuldet; die Zeit wollte vertrieben werden.

Jene fünf Jugendlichen waren wir, die Delegation des Comenius-Projekts am SSG. Zusammen mit drei Lehrern haben wir die Reise nach Kroatien angetreten, um uns mit Schülern und Lehrern aus sieben europäischen Ländern unter dem Motto "Making schools better" fortzubilden. Das Projekt war uns zuvor als eine Möglichkeit vorgestellt worden, Informationen auszutauschen und Menschen und andere Schulsysteme kennenzulernen. Zu Hause hatten wir eine Präsentation erarbeitet, in der wir eine Führungspersönlichkeit aus dem deutschen Sprachraum (unsere Wahl fiel auf den Vorstandsvorsitzenden der Itzehoer Versicherung) vorzustellen hatten. Außerdem hatten wir uns zusammen mit den übrigen Schülern und Lehrern zu zwei Arbeitstreffen getroffen, in denen wir uns über den Stand unserer jeweiligen Arbeit auf dem Laufenden hielten (Auch die Lehrer hatten eine Präsentation vorzubereiten.) und neue Arbeitsmethoden anwendeten, um die aktuelle Situation am SSG zu erfassen und Handlungsmöglichkeiten zu erkennen. In Kroatien erwarteten wir nun vier Arbeitstage, in denen wir unsere Ergebnisse vorstellen, besprechen und Strategien zur Problemlösung kennenlernen würden.

Doch zurück nach Wien. Nachdem wir drei Stunden Wartezeit überstanden hatten und in Varazdin angekommen waren, erwartete uns ein eindrucksvoller Empfang inklusive Buffet. Letzteres war nach einer durch rekordverdächtig hohe Preise am Flughafen erzwungenen, gut vierstündigen Hungerphase actually wirklich nötig und einfach AWESOME! Im Laufe des Abends hatten wir die Möglichkeit, erste Bekanntschaften zu schließen und Sprachfetzen zu lernen. Der nächste Tag begann mit einem wunderbaren, reichhaltigen Frühstück im Hotel und dem darauffolgenden ersten Workshop. Nachmittags (nach einem ebenfalls bombastischen Mittagessen) stand eine Stadtführung auf dem Programm. Während der nächsten Tage wechselten sich Arbeit und Kultur mit viel Essen und wenig Schlaf ab. Ein dem Hotel gegenüberliegender Supermarkt sorgte für gestillte Grundbedürfnisse. In den Arbeitsphasen erwies sich Christian J. als wahrer Künstler; es muss mit Stolz erwähnt werden, dass unsere Plakate immer mit Abstand die schönsten waren.

Lehrer und Schüler arbeiteten gleichberechtigt miteinander, wodurch sich das Verhältnis entspannte und wir die Lehrer als "normale Menschen" kennenlernten. Trotz (oder wegen?) straffer Organisation mit wenig Freizeit hatten wir eine fantastische Zeit, in der wir Freundschaften schließen und in verschiedenen Sprachen elementare Vokabeln wie "Essen" lernen konnten. Dennoch hätte ein oder zwei Mal seltener Schnitzel auf dem Speiseplan stehen können.

(Daniela, Henrike, Lucas, Maria, Martha - Comenius AG)