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Partnerschaft ausbauen: Besuch in Tansania
Partnerschaft ausbauen: Besuch in Tansania

Was sie erleben werden? Das konnte vorher kaum einer von ihnen einschätzen: Noch bis 25. Oktober besuchen zwölf Steinburger die Primary- und Secondary-School in Leguruki in Tansania. „Noch ist alles sehr theoretisch“, sagte Angelika Hartmann, Leiterin des Sophie-Scholl-Gymnasiums, vor der Abreise.

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Schon seit 1997 besteht die Schulpartnerschaft zwischen der Schule in Tansania und der Julianka-Schule Heiligenstedten, vor rund anderthalb Jahren schloss sich auch das SSG an. „Es ist schön, dass wir bei der Reisegruppe alle an der Partnerschaft Beteiligten dabei haben“, erklärte Michael Herold, der als Vertreter der Julianka-Schule dabei ist. Er war bereits ein paar Mal an der Schule in Leguruki. Die Reise finanziert jeder Teilnehmer selbst, mitfahren darf nur, wer sich bereits langfristig an der Partnerschaft beteiligt.

Ziel sei es, die Frage zu klären, wie es mit der Partnerschaft weitergehen soll. Die Schule in Leguruki verfügt nicht über Internet, Briefe und Geschenke aus Deutschland gingen häufig unterwegs verloren. „Unser Wunsch wäre es, den Kontakt zu einer größeren Gegenseitigkeit zu bringen“, sagte Volker Tüxen vom Amt Itzehoe-Land. Und für SSG-Lehrerin Karolin Michalski ist ein weiterer wichtiger Punkt: „Man muss darüber sprechen, wie man eine Regelmäßigkeit erreicht.“ Michael Herold ging sogar noch einen Schritt weiter: „Vielleicht kriegen wir es langfristig hin, einen gegenseitigen Schüleraustausch zu machen.“

Ein wichtiges Ziel dabei sei es, den Umgang mit fremden Kulturen zu erlernen. Das fängt bereits bei den Kleinsten an: In der evangelischen Kindertagesstätte Oldendorf beteiligt man sich ebenfalls an der Partnerschaft, kindgerecht setzen sich die Kleinen mit dem Thema auseinander. Leiterin Blanka Jordan ist ebenfalls mit in Leguruki.

Dabei ist es nicht ganz einfach, den deutschen Kindern und Jugendlichen rein theoretisch die Lebensverhältnisse in Tansania nahe zu bringen. „Unsere Schüler können sich gar nicht vorstellen ohne Dusche zu leben“, sagte Angelika Hartmann. „Durch die Reise, durch die Erfahrung können wir es greifbarer hierher bringen“, hoffte Karolin Michalski.
Viele Projekte und Aktionen wie das Benefiz-Fußballturnier des Amtes Itzehoe-Land, die Ausstellung „Geschichten der Schuldenkrise“ am SSG, die Schülerfirma „Mwangaza“, die Geld für den Bau der Solaranlage an der Schule in Leguruki sammelte, und vieles mehr halten die Schulpartnerschaft lebendig. Gerade wird in Leguruki ein zweites Lehrerwohnhaus gebaut. Ein Drittel des Geldes für den Bau kommt aus der Partnerschaft. Weiteres Geld konnte für die Ausstattung der Schulbücherei eingesetzt werden. Natürlich wurden auch Geschenke wie Basketbälle, Schulranzen oder Schuhe mitgebracht. Michael Herold nutzt die Zeit auch, um die Planung der Solaranlage voranzubringen. Zwei junge Leute aus Aachen und Wedel, die über den Verein Deutsch-Tansanische Partnerschaft an einem entwicklungspolitischen Freiwilligenjahr teilnehmen, sind ebenfalls eingebunden.

(jat, Norddeutsche Rundschau vom 21. 10. 2014)