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Steinburger Schüler lernen Tansania kennen
Steinburger Schüler lernen Tansania kennen

Auch in den Herbstferien Schule? Eine Gruppe von 10 AktivistInnen der Schulpartnerschaft Heiligenstedten und des Sophie-Scholl-Gymnasiums mit zwei Schulen in Lekuruki/Tansania machte sich am letzten Schultag vor den Herbstferien auf den Flug nach Ostafrika. Auch dabei waren die Schulleiterin des Gymnasiums, Angelika Hartmann, und die Lehrerin der Schule, die für den Austausch mit der weiterführenden Schule zuständig ist, Karolin Michalski. Heiligenstedten wurde vertreten durch den Initiator der Partnerschaft Michael Herold, sowie durch Florian Reimers als Vertreter der Julianka-Schule und Blanka Jordan, der Leiterin des Kindergartens Oldendorf.

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Mit 12 Koffern voller Mitbringsel machte sich die Gruppe auf die Reise, noch unterstützt von zwei Pastoren der Nordkirche, die schon mehrmals in Tansania waren und über gute Beziehungen und Sprachkenntnisse (Suaheli) verfügten.

Schon die Ankunft auf dem Flughafen Kilimandscharo war ein Höhepunkt. Schüler und Lehrerwaren über 40km angereist, um die Gäste aus dem Kreis Steinburg mit Blumenkränzen willkommen zu heißen. Nach der ersten Nacht in einem Missionsheim der evangelischen Kirche holten die Vertreter der beiden Schulen die Gäste ab. Wieder wurden sie mit Blumenkränzen auf dem Schulgelände begrüßt, Schuleltern und Großeltern hießen die Gruppe mit Tänzen willkommen. Zu Ehren des Besuches sollte jeder Gast einen Busch pflanzen, die Löcher dafür waren schon vorbereitet. Anschließend wurde das Quartier für die nächsten Tage bezogen, in einem Lehrerhaus der Grundschule, das auch mit Fördermitteln von hier errichtet worden ist. Da die Schulen sich im ländlichen Raum befinden, können Lehrer und SchülerInnen in den Gebäuden der Schule wohnen.

Immer wieder fassten die Kinder die ausländischen Gäste mit ihrer ungewohnten Hautfarbe an, auch strichen sie gerne über die Kopfhaare, um zu erfahren, wie diese sich anfühlten. Über allem stand die Gastfreundschaft in Lekuruki, die auch über die für europäische Verhältnisse unzulänglichen Lebensbedingungen hinweg täuschten: im Lehrerhaus kein fließendes Wasser, kein Strom, ganz zu schweigen von der Toilettenfrage.

Neben Unterrichtsbesuchen wurde viel mit den Kindern gespielt. Zu erwähnen ein großes Fußballspiel mit vielen Kindern, das die teilnehmenden jungen Reiseteilnehmer,Bastian und Eike Tüxen sowie Florian Reimers, fast an der Rand ihrer physischen Kräfte brachte. Die entsprechenden Fußbälle gehörten auch zu den Mitbringseln aus Itzehoe.

Sowohl der Unterricht als auch Zustand der schulischen Gebäude ist nicht zu vergleichen mit hiesigen Vorstellungen. In den Klassenräumen gibt es außer Schultischen und Bänken sowie einer Tafel nichts weiter,kein Regal, keinen Schrank kein Unterrichtsmaterial. Die Räume sind nicht gestrichen und die Fenster oft unvollständig.

In Tansania besteht Schulpflicht, lediglich die jeweilige Schuluniform muss ein Kind mitbringen. Auch hier hilft die Partnerschaft und kommt für einige Kinder finanziell auf, in erster Linie für (Aids-) Waisen.

Neben der Unterstützung der Schulen ist der Bau einer Solaranlage ein weiteres Projekt der Partnerschaft. Derzeit befinden sich zwei junge Deutsche im freiwilligen sozialen Jahr in Arusha - der nächst größeren Stadt -, die diese Planungen begleiten sollen. So traf man sich an einem Tag, um den Fortgang zu besprechen. Die letzte Schulpartnerschaftsreise liegt schon einige Jahre zurück und war bisher nicht von einer so großen Reisegruppe veranstaltet worden. Daher erhofft man sich, dass in Zukunft eine aktive Helferschar Michael Herold tatkräftig unterstützt, zumal jedem vor Augen geführt worden ist, wo und wie man helfen kann.

So soll der Kontakt der vier beteiligten Schulen intensiver werden, wobei auch die sozialen Netzwerke wie Facebook mit einbezogen werden sollen. Dass dieses schon klappt, haben die täglichen Kontakte zu den Lehrern auf den Smartphones gezeigt, denn für die Reisegruppe ging es noch weiter. So wurden Nationalparks besucht und vier Tage „Erholung“ auf der Insel Sansibar eingelegt.

Viele Ideen gibt es, hoffen wir, dass die Umsetzung klappt. Da-für wollen auch die weiteren Teilnehmer Volker Tüxen, der die Reise in Tonund Bild festgehal-ten hat, sowie Uwe Brandt und Albrecht Kruck mit sorgen.

(Hallo Steinburg vom 19. 11. 2014)