Ein Gedenkstein soll Spaziergänger und Besucher des Schul-Obstwaldes am Drager Dorfgemeinschaftshaus künftig auf das Engagement des SSG hinweisen.

Anlässlich des 50. Geburtstags ihrer Schule und im Rahmen des „Einheitsbuddelns“ zum Tag der deutschen Einheit pflanzten 120 Schüler, Eltern und Lehrer dort im vergangenen Jahr 50 heimische Obstbäume. „Damit wollten wir zeigen, wie wichtig uns der Klimaschutz ist“, sagt Martin Ludwigh als Initiator des Projektes. Als „Waldbeauftragter“ des SSG zeigt sich der Lehrer noch heute überwältigt von der Resonanz. Schließlich hatte sich die Schule zum Ziel gesetzt, dass das SSG einmal klimaneutrale Schule werde. „Recherchen ergaben jedoch, dass wir dann pro Schüler 800 Bäume pflanzen müssten – das ist ziemlich unrealistisch“, findet Ludwigh.

Weiteres Engagement für den Klimaschutz

Dennoch will er sich weiterhin mit Schülern und Eltern sowie dem Kollegium für den Klimaschutz engagieren. „Auch in diesem Jahr werden wir wieder zum Einheitsbuddeln aktiv“, sagt Ludwigh. Schließlich sei die Aktion eine Antwort auf die Fridays-for-future-Bewegung und ein weiterer Weg zur klimaneutralen Schule.

Pflanzaktion soll Tradition werden

„Allerdings können wir es uns finanziell nicht leisten, nochmals Obstbäume zu pflanzen“, sagt der SSG-Lehrer, der weitere Flächen zur Bepflanzung sucht. „Für dieses Jahr wurde uns von der Familie Jörn Wiese eine brach liegende Fläche zwischen Heiligenstedten und Oldendorf zur Verfügung gestellt“, zeigte sich der Initiator dankbar. Dort werden im Oktober 97 Fünftklässler einheimische Laubbäume pflanzen. „Wir wollen diese Pflanzaktion, mit der wir zum Klimaschutz beitragen, zur Tradition werden lassen“, betont auch Schulleiterin Magdalena Diodati. Sie dankte allen Beteiligten für ihr Engagement.

( , shz.de vom 7. August 2020)