Bundesweiter Aktionstag, um die Bedeutung von Bewegung hervorzuheben

 

Schulsport und Corona – das ist keine vielversprechende Kombination. Der Sportunterricht kam beinahe ganz zum Erliegen und hat es auch jetzt noch bei der Einhaltung der Corona-Regeln schwer. Oliver Schütz, Fachschaftsvorsitzender am Sophie-Scholl-Gymnasium (SSG) ist es deshalb wichtig, deutlich zu machen: „Schulsport ist nicht tot!“ Deshalb wurde von der Deutschen Schulsportstiftung der 30. September als bundesweiter Aktionstag auserkoren: An weit mehr als 1200 Schulen demonstrierten 235.000 Schüler, dass Sport unter Corona-Bedingungen möglich ist und Spaß macht. In Schleswig-Holstein waren 30 Schulen am Start. Neben dem SSG machte in Itzehoe auch die Auguste-Viktoria-Schule (AVS) sowie weitere Schulen im ganzen Kreis mit.
Mit dem Lockdown im März war auch mit Schul- und Vereinssport schlagartig Schluss. Auch wenn inzwischen Training wieder möglich ist, an Wettbewerbe ist noch nicht zu denken. Und schon gar nicht auf Landesebene. Die Schüler müssen streng in ihren Kohorten bleiben, deshalb dürfen jahrgangsübergreifend keine Mannschaften gebildet werden. Bei Turnieren helfen sonst regelmäßig Schüler der Oberstufe – auch das bleibt vorerst verboten.
„Es ist schon Stress“, sagt Oliver Schütz über die Corona-Maßnahmen im regulären Sportunterricht. So dürfen die Kinder und Jugendlichen nicht alleine zur Sporthalle gehen, sondern müssen sich auf dem Schulhof sammeln. Unterm Strich bleiben von einer Unterrichtsstunde effektiv nur 30 Minuten. Aber die seien „super-super-wichtig“, so Schulleiterin Magdalena Diodati: „Bewegungselemente im Unterricht haben immer größere Relevanz.“ Ein körperlicher Ausgleich sei wichtig, um den Kopf frei und aufnahmefähig zu bekommen.
Am SSG wurde für die Orientierungsstufenschüler ein Jux-Turnier angeboten. Unter anderem mussten sie Mofa-Reifen werfen oder mit Frisbees Kegel umstoßen. Ein Hängetest zählte ebenso zum Programm wie Laufen, Werfen, Dribbeln. Und es machte den Schülern sichtlich Spaß.

 

(grm/ol, Norddeutsche Rundschau vom 1. Oktober 2020)