Konzentration im Pädagogischen Zentrum. Schuberts Unvollendete klingt durch den Saal am Lehmwohld, in knapp zwei Monaten wird sie in St. Laurentii zu hören sein. Das Jugendsinfonieorchester am Sophie-Scholl-Gymnasium (SSG) ist wieder dabei im Weihnachtskonzert, wie auch mit Bigband, Chören und Vor-Orchester die anderen Ensembles der Schule.

Seit den Sommerferien proben die 50 Orchestermitglieder jeden Montag zwei Stunden lang unter der Leitung von Musiklehrerin Sandra Buschmann. Die Musiker kommen aus der gesamten Schülerschaft des SSG von der 6. Klasse bis zum Abiturjahrgang. Zudem sind ehemalige Schüler ebenso dabei wie Eltern und Lehrer, aber auch Schüler von Kaiser-Karl-, Auguste-Viktoria, Waldorfschule und Regionalem Berufsbildungszentrum verstärken den Klangkörper.

Aus Schuberts Sinfonie Nr. 7, die den Beinamen „Unvollendete“ trägt, spielt das Orchester den ersten Satz. Es handele sich um eine tragische Geschichte, erklärt Buschmann, denn der klassische österreichische Komponist Franz Schubert komponierte die Sinfonie 1822. „Sie wurde aber erst 1865 lange nach seinem Tod zum ersten Mal aufgeführt und ihr Wert erst sehr viel später erkannt.“ Das klassische Stück sei eines der meist gespielten im Orchesterbereich und sehr berühmt – deshalb höre das Publikum es gern.

Das genaue Programm für das Konzert, das im vergangenen Jahr zum zehnten Mal stattfand, steht noch nicht fest. Klar ist: Es dauert rund zwei Stunden, der Auftritt des Orchesters nimmt etwa eine Viertelstunde ein. Gespielt wird in Sinfonieorchesterbesetzung mit einem kompletten Satz Streicher plus Holzbläser und Schlaginstrumente. „Wir haben alle Instrumente besetzt und beispielsweise genügend Streicher, könnten aber noch Posaunisten und Kontrabässe gebrauchen“, sagt Buschmann und freut sich über weitere Musiker. „Mit satter Besetzung klingt es nämlich noch schöner.“

Kontakt: Mail an sandra.buschmann@ssg-itzehoe.de. Karten für die Konzerte am 8. und 10. Dezember gibt es ab November.

(Ludger Hinz, Norddeutsche Rundschau vom 14. September 2019)