Viele Zuschauer beim Online-Stream des Weihnachtskonzerts spenden für den guten Zweck

Musik verbindet – und sie lohnt sich auch als Online-Stream. Zahlreiche virtuelle Besucher des Weihnachtskonzerts des Sophie-Scholl-Gymnasiums haben gespendet. So kamen 720 Euro für den Hospiz-Förderverein Itzehoe zusammen. Sandra Buschmann, Leiterin des SSG-Sinfonieorchesters, sagt: „Unser Weihnachtskonzert-Stream des SSG war und ist noch immer sehr erfolgreich.“
Wegen Corona konnten Orchester, Smart- und Hardchor sowie Bigband im Dezember nicht wie gewohnt in St. Laurentii auftreten. Statt dessen gab es einen gut 90-minütigen Stream mit Aufnahmen und Fotos aus den vergangenen Konzerten.
Bislang sei das Konzert auf Youtube mehr als 1000 Mal angeklickt worden, sagt Buschmann. „Wir haben uns daher dazu entschlossen, den Stream bis Ende März weiterlaufen zu lassen – und wer weiß, vielleicht können wir schon bald eine weitere Spende übergeben.“
Denn die Zuschauer werden um Spenden gebeten – und weil die Zeiten besonders sind, hatten sich die musikalischen Leiter für ein außerschulisches Spendenziel entschieden. Kirstin Baade, Koordinatorin des ambulanten Hospizdienstes, erläuterte, wie dringend der Verein auf Unterstützung angewiesen ist: „Derzeit haben wir mehr Kinder als üblich in unserer Trauergruppe und trotz Corona einen Gesprächskreis für verwaiste Eltern ins Leben gerufen.“
Der Platz fehlt, umso größer ist die Vorfreude auf den Umzug in die neuen Räume am stationären Hospiz am Albert-Schweitzer Ring, der im Frühjahr stattfinden soll. „Wofür genau die Spendensumme investiert wird, werden wir gemeinsam beraten“, sagt Vereinsvorsitzender Rüdiger Blaschke, dem besonders viel an der Trauerbegleitung liegt.
Als Dank und in der Hoffnung auf ein Konzert der SSG-Ensembles wies er die musikalischen Leiter darauf hin, dass es in der ehemaligen Kirche nach Fertigstellung einen Veranstaltungssaal geben werde. Er könne sich neben Lesungen und Ausstellungen auch kleine Konzerte für Bewohner und Gäste vorstellen, so Rüdiger Blaschke, der außerdem betont: „Es soll ja nicht nur ein Haus für die Sterbenden sein, sondern auch ein Haus zum Leben.“

(Kristina Mehlert, Norddeutsche Rundschau vom 29. Februar 2021)