Dieser Frage sind die Schüler*innen aus dem 12. Jahrgang im Rahmen einer Klausurersatzleistung im Kurs von Frau Degen nachgegangen.

Die Zukunftstiere sind zwar erfunden, gehen allerdings von heute existierenden Arten aus und ihre Entwicklung soll entsprechend der synthetischen Evolutionstheorie begründet sein.

Einige Ergebnisse sind hier dargestellt:

 

Erdquokka und Mähnendingo (von Vanessa und Levke)

Auf einer kleinen Insel vor Australien haben sich einzelne Populationen vom Quokka und Dingo weiterentwickelt. Wer Quokkas nicht kennen sollte, kann sich hier[1] kurz informieren. Hauptursache war der Klimawandel, der vor allem durch Wald- und Buschbrände den Lebensraum beider zerstörte. Die Zukunftstiere sind besser an die neuen Gegebenheiten angepasst als die Ursprungsarten. So lebt der Erdquokka überwiegend unterirdisch und seine spitzen Zähne erlauben ihm auch tierische anstatt pflanzlicher Nahrung zu fressen. Der Mähnendingo kann seine Beute, den Erdquokka, durch breitere Pfoten leichter ausgraben; bei Revierkämpfen, die durch die Nahrungsknappheit vermehrt stattfinden, schützt seine Mähne den empfindlichen Hals.

Allerdings ist die Entwicklung unwahrscheinlich, da die besagte Insel vermutlich durch den steigenden Wasserspiegel überschwemmt werden wird.

 

Krokolöwe, Wildhyäne und Einhornzebra (von Daria, Anna und Kathleen)

Diese drei Zukunftstiere könnten in Afrika leben. Zumindest nehmen die Entwicklungen da ihren Ausgang: Das Einhornzebra ist gegenüber dem heutigen Zebra ein besonders wehrhaftes Beutetier. Durch seine Krallen und den Greifschwanz kann es sich auf Bäume flüchten oder, wenn Flucht nicht möglich ist, sich mit dem Horn gegen Angreifer verteidigen. Zu den heutigen Fressfeinden des Zebras zählen Hyänen und Löwen, die daher Nahrungskonkurrenten sind. Die zukünftige Wildhyäne ist z. B. durch ihre seitlichen Hauer (ähnlich wie bei Warzenschweinen) besonders konkurrenzstark gegenüber den Löwen. Der zukünftige Krokolöwe ist diesem Konkurrenzdruck nicht mehr ausgesetzt, da er durch seine Veränderungen ans Leben im Wasser angepasst ist und nun dort seine Nahrung findet.

Diese Zukunftstiere sind leider sehr unwahrscheinlich, da die meisten Merkmale selbst durch mehrere Mutationen so nicht entstehen können.  

 

Ob vielleicht die ein oder andere Zukunftsvision aus dem Kurs doch real wird, werden wir leider nie erfahren, jede Entwicklung ist auf mehrere Millionen Jahre angelegt, aber denkbar wäre es letztendlich.

 

[1] https://www.geo.de/geolino/tierlexikon/16700-rtkl-kaengurus-quokka-niedliches-beuteltier