Erasmus + Lehrerfortbildung in Split, Kroatien

Im Rahmen des Erasmus+-Programms hatte ich die Möglichkeit, an einer internationalen Fortbildung in Split teilzunehmen. Die Mobilität stand unter dem Thema „Well-Being Strategies for teachers“ und bot zahlreiche bereichernde Erfahrungen sowohl auf fachlicher als auch auf persönlicher Ebene.

Gemeinsam mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus verschiedenen europäischen Ländern arbeiteten wir an unterschiedlichen Aufgaben und Methoden rund um Stressbewältigung, Resilienz und Wohlbefinden im schulischen Alltag. Der Austausch mit Kolleginnen und Kollegen aus den anderen Kulturen war inspirierend und hat meine interkulturelle Kompetenz nachhaltig gestärkt. Es bestätigte sich mir (wieder), wie wichtig gegenseitiges Verständnis, Toleranz und Teamarbeit in einem internationalen Umfeld sind.

Neben den fachlichen Inhalten erhielten wir spannende Einblicke in die kroatische Kultur, Lebensweise und Traditionen. Ein historischer Stadtrundgang durch die wunderschöne Altstadt von Split ermöglichte es uns, die Geschichte und das besondere Flair der Stadt näher kennenzulernen.

Die Organisatorinnen und Organisatoren der Mobilität begegneten allen Teilnehmenden mit großer Freundlichkeit und Offenheit. Durch ihre kompetente Leitung und ihr umfangreiches Wissen entstand eine angenehme Lernatmosphäre, die von gegenseitigem Respekt und Wertschätzung geprägt war.

Die Erasmusmobilität war insgesamt eine äußerst wertvolle Erfahrung, aus der ich neue Impulse für den schulischen Alltag mitnehmen konnte und die mich persönlich weiterentwickelt hat. -Ma

Die Landesmeister nehmen wieder Fahrt auf!

Die U15 Fußballer des SSG sind am 7.5. im Itzehoer Stadion souverän Kreismeister geworden. Die Mannschaft besteht zu großen Teilen aus Spielern, die im letzten Jahr den Weg ins Bundesfinale geschafft hatten und dort erst von Bayer Leverkusen und Eintracht Frankfurt gestoppt werden konnten. Jetzt treten wir allerdings in einer höheren Altersklasse an, so dass die Mannschaft durch einige starke 2012er Jahrgänge verstärkt wurde. In drei Wochen geht es beim Bezirksfinale in Dithmarschen weiter.

H.Struve

SuS vom SSG zeigen Ralf Stegner den GeSCHICHTENberg

„Sich mit der Geschichte auseinander zu setzen, heißt ja auch, sich dem zu stellen, wo und wie Geschichte gewesen ist“, sagt der Bundestagsabgeordnete Ralf Stegner beim Besuch des Geschichtenbergs, einem historischen Lern- und Gedenkort in Itzehoe. Die Nationalsozialisten errichteten über einer bronzezeitlichen Grabanlage eine „Weihehalle“, der sie den Namen „Germanengrab“ gaben. Im Mittelalter fanden hier vermutlich Hinrichtungen statt, deswegen hieß der Ort auch lange „Galgenberg“.

Dass die Bezeichnung „Germanengrab“ aber historisch falsch ist und der nationalsozialistischen Rassenideologie diente, erfährt Stegner bei seinem Besuch durch eine Führung von Schülern aus dem Geschichtsprofil des Sophie-Scholl-Gymnasiums. Der Schüler Timon Eisenkrätzer erläutert anhand eines Schulwandbildes des NS-Malers Wilhelm Petersen, wie diese Propaganda funktionierte: „Petersens Zeichnungen sollten der Volkserziehung dienen und Bilder von ordentlichen, starken Germanen zeigen.“ Julius Müller stellt ein gigantisches Wandgemälde von dem selben Maler „mit großen, blonden, blauäugigen Germanen“ vor, das an den Wänden des Kuppelbaus angebracht werden sollte und ebenfalls der Propaganda gedient hätte. Es wurde nie verwirklicht, aber bis in die 80er Jahre gab es Bemühungen, das Gemälde doch noch fertig stellen zu lassen.

Dass der Ort heute vor allem ein Lern- und Gedenkort ist, zeigt Schülerin Sophie Grote anhand von Schülerarbeiten. In zahlreichen Schulprojekten haben sich Lerngruppen schon mit dem Ort auseinandergesetzt und zum Beispiel ein interaktives Geschichtsquiz entwickelt.

Ralf Stegner ist begeistert von der Führung durch die Schüler und lobt das Potenzial des Ortes: „Es ist ein Ort, den man nicht einfach sich selbst überlassen darf.“ Gerade weil die Aufarbeitung der Geschichte dieses Ortes lange zu zögerlich stattgefunden habe, freue er sich über die Initiative, diesen Ort zum Lern- und Gedenkort umzugestalten. Er werde dabei auch in Zukunft mit Rat und Tat mithelfen, versichert der Bundestagsabgeordnete zum Schluss seines Besuches.

– Js