Erasmus+ Lehrerfortbildung in Malaga, Spanien

Als ich durch die Kursliste der Erasmus-Programms schaute und den Kurs „Transform your Class into a Game to Increase Students Engagement“ vom 18.05. bis 22.05.2026 in Málaga sah, wusste ich, dass ich an diesem Kurs teilnehmen musste. Ich nutzte bereits sehr gerne kreative und spielerische Methoden in meinem Unterricht. Ich versprach mir dementsprechend, diese Neigung mit weiteren Methoden und didaktischen Grundlagen zu ergänzen und in meinen Unterricht zu integrieren.

Zu Beginn beschäftigten wir uns mit den Unterschieden zwischen klassischen Unterrichtsmethoden, Spielen und gamifizierten Lernformen. Dabei lernten wir, wie spielerische Elemente wie Narrative, Herausforderungen, Zeitlimits, Levels oder Ranglisten sinnvoll in den Unterricht integriert werden können, um die Motivation der Schülerinnen und Schüler zu steigern. Mit diesen Tools entwickelten wir eigene Unterrichtskonzepte, die ich nach meiner Rückkehr sofort in meinen Unterricht integrierte. Statt der Erarbeitung eines Arbeitsplans mit Pflicht- und Extraaufgaben, schloss meine Deutschklasse auf einer Satzglied-Expedition Haupt- und Nebenquests ab, mit denen sie Schätze und Abzeichen sammeln können.

Außerdem lernten wir verschiedene digitale Werkzeuge kennen, die sowohl den Unterricht als auch das Klassenmanagement unterstützen können. So kann eine Klasse in das Programm „Teachquest“ integriert werden, in dem die Lernenden alleine oder in Teams durch positives Verhalten im Unterricht Erfahrungspunkte sammeln, im Level aufsteigen und besondere Fähigkeiten nutzen können. Das System überzeugte mich von allen vorgestellten am meisten und ich überlege, das Programm für die fünfte Klasse zu nutzen, welche ich nächstes Schuljahr leiten werde.

Neben den fachlichen Inhalten bot der Kurs auch die Möglichkeit ein anderes europäisches Land kennenzulernen und sich mit Lehrenden aus anderen Kulturen auszutauschen. So nahmen neben mir als deutsche Lehrkraft auch eine weitere Lehrkraft aus Frankreich, drei Bibliothekarinnen aus Italien und eine Wissenschaftlerin aus Portugal teil. Während ich das erlangte Wissen und die gesammelte Erfahrung als sehr bereichernd empfinde, hätte ich mir die Teilnahme von mehr Lehrkräften gewünscht, um einen noch größeren fachlichen und methodischen Austausch zu haben. – Kd